Die Sterne zwingen nicht … oder: die kardinale Klimax

Staatspräsidenten mit Allmachtsphantasien, verschwundene Flugzeuge, Achterbahnfahrten an der Börse, etablierte Parteien, von denen plötzlich niemand mehr spricht, Bürger, die sich nicht länger von totalitären Machthabern unterdrücken lassen wollen … Hoffnung und Wandel, Erwachen aus einem Dornröschenschlaf und den Beginn des Wassermannzeitalters kann man sich auch harmonischer vorstellen!

… werfen Astrologen jedoch einen Blick zu den herrschenden Gestirnkonstellationen, verwundert das alles keineswegs. Steuern wir doch geradewegs auf den Höhepunkt der Kardinalen Klimax zu. Das „Kosmosetting zum Fürchten“ erwartet uns am Ostermontag.

Begonnen hat diese kosmische Spannung, deren auffälligste Konstellation das Uranus-Pluto-Quadrat ist, 2008. Wir erinnern uns an den Zusammenbruch der Lehmann-Bank. In der Folge schlittert die Welt von Finanzkrise zu Finanzkrise: Banken, die gestützt werden müssen, weil sie „too big  to fail“ sind … im Gegensatz dazu Sparguthaben, die – alternativlos – immer weniger statt mehr werden.
Dazu kommen: Naturkatastrophen, rebellierende Völker und Umbrüche im persönlichen Umfeld.

Nun wird diese Konstellation am 21.4.14 ihren Höhepunkt erreichen. Nicht nur das Uranus-Pluto-Quadrat wird gradgenau, hinzu gesellen sich noch Jupiter und Mars, die das große Quadrat perfekt machen. Betroffen ist der Bereich zwischen 13-15° kardinal:

Kardinale Klimax
Kardinale Klimax, 21.4.14, 12:00 Uhr (MESZ) für München

Was wird passieren?

Was genau passieren wird, kann niemand seriös vorhersagen. Betrachten wir die historischen Daten der letzten Uranus-Pluto-Quadrate (1840-1850 und 1927-1934) ahnen wir, dass es kein Spaziergang wird, so wenig wie die Jahre von 2008 bis heute ein Spaziergang waren … jeder einzelne möge hier auch die eigenen Umstände betrachten!

Uranus im Widder verspannt mit Pluto im Steinbock und Jupiter im Krebs deuten auf finanzielle Krisen. Tritt Mars in der Waage hinzu, kann manches sehr schnell gehen. Pluto fördert Dinge zutage, die so mancher lieber unter dem Teppich haben möchte, das Mundanhoroskop der USA ist betroffen … Es könnte also schockierende und heftige Überraschungen geben, die viel weiter reichen als gedacht.

… und dann wäre die Zeit reif für neue Einsichten und ein neues Denken, das verantwortungsvoll umgeht mit Geld, Freiheit und dem Vertrauen der Bürger.

Was ist zu tun?

Nun, kein Aspekt ist nur negativ! Manche Strukturen müssen vergehen, um sich erneuern zu können. Wachstum ist immer auch mit Loslassen verbunden.

Treten Uranus und Pluto spannungsgeladen miteinander in Kontakt, kann man davon ausgehen, dass sich alle nutzlosen Strukturen auflösen werden, mit denen man sein Leben zugestellt hat.
Außerdem müssen wir mit erhöhter Unfallgefahr rechnen und verrückt spielendem Wetter.

Vermeiden Sie also in den Osterferien alle riskanten Sportarten, verhalten Sie sich im Straßenverkehr eher defensiv und planen Sie ein, dass es andere nicht tun. Vermeiden Sie ebenfalls alle unnötigen Operationen und Zahnarzttermine. Durch die Widder-Betonung ist mit Misserfolgen und hohem Blutverlust zu rechnen.
Stellen Sie sich auch in Ihren zwischenmenschlichen Beziehungen auf einige Zerreißproben ein. Dieses „Kosmosetting“ deutet mit dem ausgestreckten Zeigefinger auf alles, was nicht mehr stimmig ist! Die Auseinandersetzungen und Machtspiele könnten heftig werden, Sie werden mit Ihren eigenen Problemen konfrontiert werden.

Das mag vordergründig schrecklich klingen. Es geht dabei aber um nichts weniger als eine Bewusstseinserweiterung und um die Chance, sich von der Vergangenheit zu lösen. Vielleicht sind ja auch Sie der- oder diejenige, die sich gegen unerträgliche Einschränkungen wehrt, ja, wehren muss!
Kämpfen Sie nicht gegen das Schicksal, bejahen Sie es. Und haben Sie Geduld. Nicht alles wird gleich auf Anhieb funktionieren, lassen Sie zu, dass mehrere Möglichkeiten ausgetestet werden. Aber verlieren Sie Ihre übergeordneten Ziele nicht aus dem Blick. Mit Trotz, Gewalt und Zwang werden Sie sicher nichts erreichen!

„Gewinnen werden Sie durch Loslassen, weil Sie dann beide Hände frei haben werden, Neues anzupacken.“ So formuliert es Winfried Noé in seiner Kolumne im Zukunftsblick 4/2014. Besser kann ich es auch nicht sagen.

Ich wünsche Ihnen einen hoffnungsvollen Blick in eine wunderbare Zukunft!

Abgeschmackter Wert

„Das schmeckt mir!“ oder „Das ist es mir wert“ sagen wir oft und manchesmal ein bisschen so daher, ohne recht darüberhin zu denken. „Über den Geschmack lässt sich nicht streiten“!, und jeder hat halt‘ so den seinen! Und dann ist auch schon das Gespräch, der gewünschte Austausch, der Dialog zu Ende, basta, aus, finito, no go!!! Ja, und recht so, ok, aber die Folge ist Belanglosigkeit, Unangreifbarkeit im Sinne  der Stagnation;  und das macht keinen Spaß! Es geht doch um einen „sokratischen“ Austausch, um ein „dialogisches“ Yin&Yang.
Da sitze ich dann mit meiner Herzallerliebsten im Restaurant und Bilder eines Künstlers hängen an der Wand und beim oral-olfaktorischen Genießen der Speisen und Getränke wandert der Blick frevelhaft vom Wunder-vollen Gesicht der Geliebten zu den Bildern, die schon zu „Gemälden“ avancierten.
Und wir reden, ganz bald an spannende Grenzen stoßend, über:
was ist „gut“ und „schön“, was ist der „goldene Schnitt“ und sieht ihn  denn überhaupt jeder?, was „stimmt“ einfach und was ist „wohl-proportioniert“ oder auf- oder anregend, ob der „japanisch-chinesischen Leere“? 
IMAG1821_1_1_1_1Die „objektive“ Realität konstituiert sich nur durch die Zusammenkunft der „subjektiven“ Intersubjektivität. 
Oder? Wie? Äh?  Jedenfalls schafften die Meinungen der Vielen und schaffen auch künftig nie die Wahrheit.

Was aber ist dann Wahrheit? Woran bemisst sie sich?
Wir müssen also, scheint es, doch wieder gegen den Zeitgeist uns Zeit nehmen und  „philosophisch“  werden.
Und diese Frage  — WAS IST WAHR —  stellt sich natürlich auch in Hinblick auf TaiJiQuan,  QiGong und Integrales Zen!
Letztendlich aber, ist’s egal, wenn wir es denn nur tun, täglich praktizieren und dadurch ganz glücklich sind! Wohl bekomm’s!
In diesem Sinne  sagt AbgeschmeckteWerteFinden DAOdao

 

INTEGRALES

ZEN, TAI JI & QI GONG

Der schweizer Kultur-und Bewußtseins-Phänomenologe Jean Gebser verstand unter der „integralen“ Bewußtseinsstruktur das Vermögen, die bisherigen — die archaische, magische, mythische und mentale Struktur — zu integrieren und ganzheitlich, transparent und konkret „wahrzugeben“.

IMAG1851_1_1_1Wir sind also in der Lage, alle Gegebenheiten auf Grund ihrer Struktur Wert-zu-schätzen und sie im „Integralen Bewußtsein“ zu vernetzen, zu vereinen.
So basiert beispielsweise das  „Integrale Tai Ji Quan & Qi Gong“ auf traditionellen  Überlieferungen und Familientraditionen und vervollkommnet diese durch zeitgemäße Entwicklungen, die die Sache selbst, die Prinzipien, fördern und weiterentwickeln.

Auf diese Weise können Kostbarkeiten, wie „Das Yang-hafte Stehen“, inspiriert durch die „Alexandertechnik“ von F. M. Alexander, in die konkret- universelle Yin-Yang-Übung des „Wachsens& Sinkens“ íntegriert werden. Die Traditionen werden also erfahren, geehrt,  und gepflegt, aber auch zukunftsweisende Ergänzungen integriert! Alles ist immer in Wandlung auf dem Wege zur Vollkommenheit!
Der „Integrale Yang-Stil“ bleibt trotz, oder gerade wegen vieler auch nicht „familiärer“ Einflüsse, authentisch und Prinzipien-treu.
Die INTEGRALEN ZEN KÜNSTE sind „expermentell“, gehen also, die traditionellen integrierend, über diese hinaus.

DAOdao sagt AlleWegeFinden
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Von der Be-WERT-ung zum Wert

Ein Thema, das sich für einen Anfänger der Experimentellen Zenkünste z.B. in den Konstellationsspielen aufdrängt, sind Bewertungen. War das jetzt gut, was ich gemacht habe, oder nicht?
Nun geht es genau darum, diese Fragen und Bewertungen erst einmal wahrzunehmen … und irgendwann auch sein zu lassen. Es ist egal…

Aber ist das so sinnvoll? Wäre es wirklich gut, wenn unser Leben frei von Bewertungen wäre?
Ich meine, nein!

Fangen wir ganz archaisch an. Der Jäger und Sammler, der auf der Suche nach Nahrung ein Tier erlegt oder Früchte gefunden hat, musste immer entscheiden, ob diese Nahrung genießbar war oder nicht. Das ist eine Bewertung! Und noch dazu eine sehr wichtige!
Ein leitender Angestellter oder Unternehmer auf der Suche nach einem neuen Mitarbeiter: Der neue Mitarbeiter muss bewertet werden, ob er/sie für die Stelle geeignet ist und die notwendigen Fähigkeiten mitbringt. Kein beliebtes Thema! Aber notwendig!
Jeder Liebende bewertet seine Liebe! Sonst wäre die Liebe nicht da… Irgendetwas hat er oder sie in den Augen des Liebenden, was andere nicht haben.
Bewertung ist unvermeidlich. Schon die Tatsache, dass man liebt, ist eine Bewertung. Und das ist gut so!

In unserer Gesellschaft wird sehr viel Unwichtiges bewertet. Modische Kleidung, Äußerlichkeiten und Statussymbole spielen eine größere Rolle als der Mensch, der in der Kleidung steckt!
Dort, wo allerdings eine ehrliche Bewertung angebracht wäre, findet sie in der Regel nicht nur nicht statt, sondern wird nachgerade bekämpft unter dem Deckmäntelchen der Chancengleichheit o.ä.
Nehmen wir die Berufswahl: eine liebevolle Be-WERT-ung eines Jugendlichen würde so manchen unglücklichen Erwachsenen vermeiden helfen. Wieso soll ein junger Mensch, der gerne und gut kocht und bäckt, Industriekaufmann werden?
Nur, weil man damit – vielleicht – mehr Geld verdienen kann und in einem namhaften Großkonzern einen – angeblich – sicheren Arbeitsplatz bekommen kann? Welchen Wert hat es dann, dass aus diesem fröhlichen jungen Menschen ein unglücklicher, womöglich kranker, Arbeitnehmer wird, der sich im Großkonzern eingesperrt und „versklavt“ fühlt? Dieser fröhliche Mensch würde unter Umständen mit einem eigenen kleinen Restaurant sehr glücklich werden… Wer weiß das schon außer dem Betroffenen selbst?

Bewertungen sind immer subjektiv. Das muss uns klar sein.
Schwierig wird es nämlich in dem Moment, wo diese subjektiven Maßstäbe objektiviert und gedankenlos anderen übergestülpt werden. Wenn wir in unserer großen Liebe – durch die rosa Brille – etwas sehen, was gar nicht da ist, wird es zwangsläufig irgendwann knallen!
Genauso, wenn Eltern (und Lehrer) junge Menschen in Berufe drängen, von denen die Erwachsenen Wunschvorstellungen in sich tragen, die aber weder mit dem Berufsalltag noch mit den Vorlieben und Eignungen des jungen Menschen etwas zu tun haben…

Die Experimentellen Zenkünste lehren mit ihrer achtsamen Wahrnehmung von Bewertungen, den Maßstab nicht an andere Menschen oder Dinge anzulegen – sondern an die Bewertungen an sich.
Auch eine Bewertung der eigenen Person ist in Ordnung, solange sie mich auf meinen ganz eigenen Weg führt, mich spüren lässt, was ich sehr gut kann, was mir Freude macht. Ist die Selbstbewertung jedoch so, dass sie den eigenen Selbstwert schmälert, muss sie als das erkannt werden!

Die Be-WERT-ung muss den Wert erkennen: den Wert des Objekts der Bewertung und den Wert der Bewertung an sich.

Ein stylishes T-Shirt ist ein Stück Stoff – oft nicht mal ein besonders wertvoller Stoff. Man zieht es an, weil irgendjemand (wer eigentlich?) festlegt, dass dieses Stück Stoff in dieser Farbe unbedingt „angesagt“ ist. Auch dann, wenn man weder die Farbe noch den Schnitt mag… Das ist uns wichtig! Nach solchen Äußerlichkeiten be-WERT-en wir einen anderen Menschen. Fragen dabei aber nicht, ob dieser Mensch glücklich ist!
Der junge Mensch auf der Suche nach einem Beruf (und hier sollten wir „Berufung“ hören) ist es uns nicht wert, dass wir uns so viele Gedanken über ihn machen, wie über unser stylishes T-Shirt. Der wird in einen Beruf gedrängt, in dem er sich möglichst viele stylishe T-Shirts kaufen kann…
Wir werden zu Konsumenten erzogen! Im Grunde ist es allen egal, was wir gut können und wie wir uns fühlen. Hauptsache, wir kaufen.

Wir dürfen und können nicht ohne Be-WERT-ungen leben, aber wir müssen sie erkennen. Und wir müssen einen eigenen Wert-Maßstab entwickeln, der jedesmal eine Warnlampe aufleuchten lässt, wenn wir von außen Be-WERT-ungen annehmen, ohne sie zu hinterfragen. Wenn wir mehr Aufmerksamkeit auf unseren Kleiderschrank und unser Auto richten als auf unsere Kinder.

Be-WERT-ungen sind wert-voll, aber sie dürfen kein Prokrustesbett werden, in dem alles abgeschnitten wird, was mich oder jemand anderen als Person ausmacht…

Die Aufbaustufen im TaiJiQuan

Egal in welchem Familienstil des Tai Ji Quan – Chen, Yang, Wu, Sun etc. – gibt es einen sehr klaren Weg des Fortschreitens, gibt es Aufbaustufen beim Üben, Entwicklungsebenen im Laufe der Zeit.

Die Form in ihrem Yin-Yang-Rhythmus zu kennen, ist die Grundvoraussetzung. Im Integralen Yang-Stil differenzieren sich die 124 beziehungsweise 108 Bewegungen des „authentischen, traditionell-klassischen“ Yang-Familien-Stils in die 169 Yin-Yang-Bewegungen

Das Sinken&Wachsen, das Aufnehmen&Abgeben ist die Basis. Darauf folgt die „Arbeit am Yin„, die Zentrumsbewegung.
Alles geschieht mit Zentrum. Aber das Zentrum ist nicht allein, es hat Gehilfen, „Minister“: die Beine, samt Knie, Knöchel und Füße. Die Kraft kommt aus der Erde und die Beine lassen die Schwerkraft durch und  übertragen den Impuls zum Scheitel und in die Hände. Sinken und Verwurzeln sind Voraussetzung und Folge.
Die dritte Stufe ist die „Arbeit am Yang„, die Spiralbewegung der Arme, der Wirbelsäule und die polare Kopfbewegung. Auf dieser Ebene wird der Atem frei und natürlich und die Fähigkeit des Nachgebens kann nach unten wirken.
Die vierte Stufe „Yi&Qi in der Form“ vereint die ersten drei und widmet sich dem großen Loslassen, dem freien Qi-Fluß, den Richtungen der Kraft, sprich den Anwendungen und dem klaren Yi, der Absicht, der Vorstellungskraft, dem Willen. Am Ende mündet TaiJi in WuWei und WuJi.
DAOdao sagt Euer AWF

allein, zu zweit……….DAOdao

DAOdao. Das Üben und Praktizieren, von was auch immer – hier sei’s Tai Ji Quan, Qi Gong und Zen – darf nie Pflicht werden; vielmehr geschieht es stets aus freiem Willen mit dem erfahrenen Wissen, daß es in jeder Hinsicht gut tut, was aber nicht bedeutet, daß es nicht anstrengt!
Wir üben allein, zu zweit, in der Gruppe, in der Natur und  im DAO.

Allein üben heißt, doch nicht allein sein, da die größte  Lehrmeisterein stets anwesend ist: die Schwerkraft. Sie schenkt uns die kontinuierliche Erfahrung optimal im Lot zu sein zwischen Himmel und Erde und läßt uns, bestmöglichst aufgerichtet, sicher und vertrauensvoll verwurzeln.
Zu zweit üben – sei es eine Form, oder die Schiebenden Hände, oder die Kontaktform, oder freie Angriffs-und Verteidigungs-Bewegungen – weist mit seinem dialogischen Aspekt hin auf ein wunderbares Wechselspiel von Yin&Yang, von Aufnehmen&Abgeben und ist damit letztlich auch ein  wahrhaft „therapeutisches Unternehmen“. 
Übt man mit Vielen, also als Teil einer Gruppe, so lauten die Themen eher „konfuzianisch“, gesellschaftlich und sozial-politisch: Gleichklang und freiwilliges Zusammenschwingen entwickelt ein positives Wir-Gefühl.
In der Natur üben, sofern es sie, wie auch immer erlebt, noch gibt, bedeutet, draußen zu sein, unter freiem Himmel, zwischen Baum und Berg, auf dem Boden von „Mutter“ Erde. Hier, im Freien, finden wir allein, zu weit oder in der Gruppe vielleicht noch den originären Bezug zu dem, was wir „Natur“ nennen.
Im Zustand „DAOdao“ zu üben, bedeutet, egal wo – am weiten frischen Meer, in schönster, klarer Gebirgslandschaft oder in einem winzigen, dunklen Zimmer sich mit allem „daoistisch“ verbunden   zu fühlen.
Und wir tun es ja eigentlich bereits, ohne vielleicht zu wissen, daß wir es tun: in der lebendigen, alltäglichen Gegenwärtigkeit immer, ohn‘ Unterlaß, in aller Gelassenheit zu üben!
DAOdao sagt  AndereWorteFinden

20.03., Frühlingsanfang, Tag- und Nachtgleiche, Beginn des Astrologischen Jahres!

Die Kraft des Frühlings ist unbestritten. Überall  bahnen sich junge Pflänzchen, neue Triebe und Keime Richtung Licht. Eine archaische Kraft, erinnern doch die eingerollten Blättchen oder Triebe der Tulpen und Narzissen der Form nach an Pfeilspitzen. Ein Wort, das nach dem senkrechten Weltbild Mars zugerechnet wird. Jenem Planeten, der über das Tierkreiszeichen Widder herrscht, das wiederum am 20.3. beginnt.

Alles hängt mit allem zusammen, sagte schon Paracelsus. Und so finden wir in der Natur diese Aufbruchstimmung zum nächsten Wachstumszyklus, in uns regen sich die Frühlingsgefühle und die Lust, evtl. eine Eroberung zu machen. Die Aktivitäten werden wieder nach draußen verlegt und die Winterruhe wird nun endgültig abgeschüttelt.  Auf zu neuen Ufern, setzt die Segel und los geht’s.

Beim Widder/Marsprinzip ist das Ziel nicht so wichtig, es geht um das Beginnen, die Freude des Anfangs, die Begeisterung an der Bewegung. Natürlich ist dabei auch eine große Portion Wettkampf. Wie in der Natur. Welcher Keim bekommt den besten Platz an der Sonne? Der schnellste! Mut zum Risiko, auch wenn es nochmal schneien sollte.

Geschwindigkeit  und Konkurrenz lieben Widder-/Mars betonte Menschen. Ob beim Sport oder beim Autofahren, auch in der Sexualität. „Schatz, aus der Bahn, ich komme!“ könnte von einem  marsischen Menschen stammen. Treue in der Beziehung gilt es hier zu lernen, denn die Lust an der Eroberung ist sehr stark. Die Langeweile am Gewohnten aber auch. Eine gewisse Dosis Aggression steckt in jeder sexuellen Begegnung und das ist auch gut, wenn es der widderbetonte Mensch ausleben kann und einen passenden Partner gefunden hat. Ist das nicht der Fall, sucht sich die Energie einen anderen Weg.

Passend zum Frühjahr, welch „Zufall“, evtl. in der Allergie. Unser Immunsystem ist unsere innere Armee, bereit zu kämpfen gegen alle feindlichen Erreger. Das Kriegsgebiet im Körper! Wie Innen, so Außen! Vielleicht ist eine Linderung der Allergiesymptome nicht nur mit Cortison und Antihistamina zu erzielen. Die Fragen, die sich jeder Mensch stellen kann, sind: „Wo und wie lebe ich meine Aggressionen?“ , „Wo sind meine wunden Punkte?“ , „Wo  bin ich entzündet?“ Marsische Themen, die wir genau in dieser Zeit entschlossen und mutig angehen können! Alle, nicht nur Allergiker. Ich wünsche Ihnen den nötigen Biss und jede Menge kindliche Freude, an jedem (Frühlings-)Tag.

Das Widder-Seminar am 30.3., 11.00 bis 14.00 Uhr in 82294 Oberschweinbach, Ramweg 5 ist leider schon ausgebucht.
Neue Chance: 22.3.2015
Weitere Infos und Anfragen über meine Website.

TaiJi-IST…

…TaiJi ist eine geistige Disziplin, die im Körper wirkt. TaiJi ist nichts für Doofe. TaiJi ist nichts für Faule. TaiJi „üben“ heißt: Yin&Yang konkret erfahren, leben. Und damit ist TaiJi in gewisser Hinsicht doch was für Faule, oder besser für „Energiesparer“. Früh oder spät übt sich, wer bestmöglichst in unserem irdischen Schwerkraftsfeld nicht nur eine gute Figur, sondern eine optimale Haltung einnehmen möchte, in körperlicher, wie in geistig-psychischer Hinsicht. Es geht also um eine umfassende „Contenance„; kein Qi verschwenden, mit der eigenen Energie haushalten und nur das aufwenden, was man für eine Haltung oder  Bewegung wirklich braucht.

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Hebt man die Arme beispielsweise zum „Baum umarmen“ rund auf mindestens Schulterhöhe, dann haben die Trapezmuskeln damit kaum etwas zu tun! Wer sie hochzieht und anspannt, hat die Bewegung nicht verstanden, übt gegen die Natur, übt unökonomisch,  und ineffizient. Eine Bewegung verstehen heißt, sie bestmöglichst (für die Gelenke, den Blut-und Qi-Fluß und die Atmung) zu vollziehen, unserer Natur entsprechend. In dieser Hinsicht ist ein TaiJiIST „faul“, nicht was die herrlich Freud-erfüllte Übungszeit anbetrifft!

In den sehr langsamen Bewegungen des TaiJi wird vor allem die Haltemuskulatur trainiert; aber auch die Bewegungsmuskulatur kommt bei den schnellen Bewegungen der Waffenformen, beim freien TuiSchou, den Schiebenden Händen und im Kampfkunstaspekt,  beim FaJin, dem explodieren lassen der „Inneren Kraft“, nicht zu kurz.
Tai Ji Quan ist zusammen mit der „Energiearbeit“ Qi Gong und dem Bewußtheiten im Zen ein alle Bereiche erreichendes, ganzheitliches Übungsprogramm für die wach verbrachte Zeit.
TaiJi ist leibhaftige Bewußtseinserweiterung
Tai Ji ist die gesundeste und geistvollste Beschäftigungstherapie
Tai Ji ist das beste Raumbeschaffungsprogramm
….und wenn wir TaiJi (oder QiGong und schon gar Zen) praktizieren und leben, dann sind wir „weg von der Straße“!
………….hierzu demnächst. AlleWegeFinden

 

Meister oder Manager ist doch keine Frage

Meister gibt es viele im Tai Ji Quan, Qi Gong und Zen, nicht nur chinesische, sondern auch westliche ; es gibt ordentlich ernannte Meister eines Handwerkes bis hin zum  Bürger-, oder dem mittlerweile „anglisierten Hausmeister“, der zum Manager auf- oder eher abstieg? Ob ein „Facility Manager“ die Anliegen eines Hauses noch meistert?  Meister im eigenen Hause sein bedeutet ja vorwiegend auch, den leiblichen, emotionalen und mentalen Haushalt immer wieder bewußt auszugleichen.

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Etwas meistern heißt, sich mit etwas beschäftigen, sich unablässig auseinandersetzen, um sich in der jeweiligen Sache selbst zu finden, immer wieder neu mit zenhaftem  Anfängergeist. Meister werden ist kein Streben nach einem Titel,  vielmehr eine kontinuierliche Entwicklung, ein lebenslanger, freudiger Weg.

Als Lehrmeister möchte man nicht etwas pejorativ „schulmeisterlich“ daherkommen, sondern hat als Lehrer sein Leben dem bestmöglichen Lehren gewidmet und lernt ohn‘ Unterlaß, selbst Schüler, von allen Schülern.
Und schöööööööön ist es, Liebes- und Spielmeister in den Künsten des Zen zu sein, vor allem, wenn sie experimentell daherkommen!
Und es gibt eine Qi Gong Übung mit dem Titel: Die Meisterübung.

Und überhaupt läuft doch letztanfänglich alles auf die Meisterung des Lebens hinaus, oder besser hinein ins alltägliche All-Eins-Sein.

In Form…frei in der Form

Meist sind es Formen, die wir da im Tai Ji oder in Qi Gong-Übungsreihen lernen. Jede Form, jeder Stil, jede Übungsreihe schmeckt anders, betont Anderes, wirkt unterschiedlich; aber alle haben einen genau vorgeschriebenen Bewegungsablauf. In der Kurzform in 16 Sequenzen des Integralen Yang-Stils kann man Variationen einbauen, mannigfach, nach eigenem freien Willen, doch die Schrittabfolge bleibt bewahrt.
So weisen die Acht Edlen Übungen des Bewegten Qi Gong, auch als die 8 Brokate bekannt, ebenfalls viele Variationen in der Ausführung und sogar in der Reihenfolge auf, und trotzdem betitelt sie jeder Kenner als „Ba Duan Jin“.

Im Chan Mi (Qi) Gong gibt es die Basisübung mit ihren drei möglichen Wirbelsäulenbewegungen – Wellen, Pendeln und Drehschrauben. Sie vereinen sich zu Ru Dong, dem freien, individuellen Kombinieren. Aber die Freiheit hat ihre Grenzen: die Bewegungen sollten nicht anstrengend sein, eher gleichmäßig und ruhig, rund und entspannt, nach Innen wirkend.

Im freien Tui Shou, den Schiebenden Händen im Tai Ji, gibt es ebenfalls eine Grenze. Alle Techniken werden versucht, Schritte und Fußstöße integriert, doch die Grenze der Freiheit liegt im Bewahren der Grundprinzipien: stets aufrecht, verwurzelt und zentriert zu sein und alles miteinander verbunden zu haben.
Peng, die elastische, „ballige“ Kraft, und Lü, die empfangende, nachgebende Fähigkeit, sind immer da.

Im „spontanen“ Qi Gong ereignen sich Bewegungen, meist unvorherseh- und -spürbar, die plötzlich geschehen, da sich Verspannungen lösen und das Qi wieder ungehindert fließen kann.

Abstrakte Leiber
Abstrakte Leiber

Fast grenzenlos ist es beim „freien Bewegen“ in den Experimentellen Zen Künsten. Hier gibt es ein bewusstes Innehalten, hier gibt es extraordinäre Schiefstände, Abknickungen, Verdrehungen und „wilde Schieflagen“, die auch anstrengen dürfen – stets begleitet von einem wachen Schauen und Fühlen, Wahrnehmen, was ist und was sein kann. Nichts ist vorgeschrieben. Es ist nie gleich, immer anders. Staunen und Entdeckerfreude breiten sich im ganzen Körper aus. Die Grenze, die bleibt, ist die Schwerkraft, die Schweben und Fliegen verhindert, aber ansonsten alles ermöglicht. Sonst würden wir ja auch noch mehr abheben.

Wenn wir die Tai Ji-Form laufen, sind wir frei in der Form, bewegen uns mit immer frischem Anfängergeist. In der Form, jenseits der Form.