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allein, zu zweit……….DAOdao

DAOdao. Das Üben und Praktizieren, von was auch immer – hier sei’s Tai Ji Quan, Qi Gong und Zen – darf nie Pflicht werden; vielmehr geschieht es stets aus freiem Willen mit dem erfahrenen Wissen, daß es in jeder Hinsicht gut tut, was aber nicht bedeutet, daß es nicht anstrengt!
Wir üben allein, zu zweit, in der Gruppe, in der Natur und  im DAO.

Allein üben heißt, doch nicht allein sein, da die größte  Lehrmeisterein stets anwesend ist: die Schwerkraft. Sie schenkt uns die kontinuierliche Erfahrung optimal im Lot zu sein zwischen Himmel und Erde und läßt uns, bestmöglichst aufgerichtet, sicher und vertrauensvoll verwurzeln.
Zu zweit üben – sei es eine Form, oder die Schiebenden Hände, oder die Kontaktform, oder freie Angriffs-und Verteidigungs-Bewegungen – weist mit seinem dialogischen Aspekt hin auf ein wunderbares Wechselspiel von Yin&Yang, von Aufnehmen&Abgeben und ist damit letztlich auch ein  wahrhaft „therapeutisches Unternehmen“. 
Übt man mit Vielen, also als Teil einer Gruppe, so lauten die Themen eher „konfuzianisch“, gesellschaftlich und sozial-politisch: Gleichklang und freiwilliges Zusammenschwingen entwickelt ein positives Wir-Gefühl.
In der Natur üben, sofern es sie, wie auch immer erlebt, noch gibt, bedeutet, draußen zu sein, unter freiem Himmel, zwischen Baum und Berg, auf dem Boden von „Mutter“ Erde. Hier, im Freien, finden wir allein, zu weit oder in der Gruppe vielleicht noch den originären Bezug zu dem, was wir „Natur“ nennen.
Im Zustand „DAOdao“ zu üben, bedeutet, egal wo – am weiten frischen Meer, in schönster, klarer Gebirgslandschaft oder in einem winzigen, dunklen Zimmer sich mit allem „daoistisch“ verbunden   zu fühlen.
Und wir tun es ja eigentlich bereits, ohne vielleicht zu wissen, daß wir es tun: in der lebendigen, alltäglichen Gegenwärtigkeit immer, ohn‘ Unterlaß, in aller Gelassenheit zu üben!
DAOdao sagt  AndereWorteFinden

TaiJi-IST…

…TaiJi ist eine geistige Disziplin, die im Körper wirkt. TaiJi ist nichts für Doofe. TaiJi ist nichts für Faule. TaiJi „üben“ heißt: Yin&Yang konkret erfahren, leben. Und damit ist TaiJi in gewisser Hinsicht doch was für Faule, oder besser für „Energiesparer“. Früh oder spät übt sich, wer bestmöglichst in unserem irdischen Schwerkraftsfeld nicht nur eine gute Figur, sondern eine optimale Haltung einnehmen möchte, in körperlicher, wie in geistig-psychischer Hinsicht. Es geht also um eine umfassende „Contenance„; kein Qi verschwenden, mit der eigenen Energie haushalten und nur das aufwenden, was man für eine Haltung oder  Bewegung wirklich braucht.

awfStehend

Hebt man die Arme beispielsweise zum „Baum umarmen“ rund auf mindestens Schulterhöhe, dann haben die Trapezmuskeln damit kaum etwas zu tun! Wer sie hochzieht und anspannt, hat die Bewegung nicht verstanden, übt gegen die Natur, übt unökonomisch,  und ineffizient. Eine Bewegung verstehen heißt, sie bestmöglichst (für die Gelenke, den Blut-und Qi-Fluß und die Atmung) zu vollziehen, unserer Natur entsprechend. In dieser Hinsicht ist ein TaiJiIST „faul“, nicht was die herrlich Freud-erfüllte Übungszeit anbetrifft!

In den sehr langsamen Bewegungen des TaiJi wird vor allem die Haltemuskulatur trainiert; aber auch die Bewegungsmuskulatur kommt bei den schnellen Bewegungen der Waffenformen, beim freien TuiSchou, den Schiebenden Händen und im Kampfkunstaspekt,  beim FaJin, dem explodieren lassen der „Inneren Kraft“, nicht zu kurz.
Tai Ji Quan ist zusammen mit der „Energiearbeit“ Qi Gong und dem Bewußtheiten im Zen ein alle Bereiche erreichendes, ganzheitliches Übungsprogramm für die wach verbrachte Zeit.
TaiJi ist leibhaftige Bewußtseinserweiterung
Tai Ji ist die gesundeste und geistvollste Beschäftigungstherapie
Tai Ji ist das beste Raumbeschaffungsprogramm
….und wenn wir TaiJi (oder QiGong und schon gar Zen) praktizieren und leben, dann sind wir „weg von der Straße“!
………….hierzu demnächst. AlleWegeFinden