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Ein Zwölftel ist schon weg und wie wird der Rest?

2014 wird astrologisch als Saturnjahr bezeichnet.  Saturn, der Realitätsplanet, steht nach dem Senkrechten Weltbild für Qualitäten wie Verantwortung, Disziplin, Arbeit, Pflicht, Anstrengung…  Dabei entstehen  in uns nicht gerade euphorische Gefühle. Wahrscheinlich fühlt sich jedes Wort wie ein Kilo mehr in einem Rucksack an, den man auf einer langen Bergtour schleppen muss. Der Weg ist oft beschwerlich steil, führt manchmal über Geröllfelder, durch Schluchten und schmale Steige. Aber am Ende lockt der Gipfel, das Ziel, die grandiose Aussicht, für die sich jede Mühe lohnt und der innere Schweinhund hat aufgehört zu bellen, denn er ist bezwungen, für den Moment. Genau so fordert Saturn uns im astrologischen Sinn auf, einen Schritt nach dem anderen zu setzen, nicht hastig auf das Ziel fixiert zu rennen, sondern achtsam dabei auch das kleine Glück am Wegrand zu sehen. Das kleine Blümchen, den bunten Schmetterling, das Lächeln des Nachbarn, die freundliche Geste eines Fremden, der Dich in der Warteschlange vor lässt. Und, ganz wichtig,  dankbar dafür zu sein. Nichts ist selbstverständlich und zufällig. Wenn ich den Rucksack schon tragen muss, dann kann ich das auch mit innerer Freude und Gelassenheit, zumindest kann ich mich darin üben. Außerdem habe ich mir nach den geistigen Gesetzen diese Situation erschaffen, um weiter zu kommen. Also, wenn ich es noch nicht mal auf jemand anderen schieben kann, dann muss der Saturn herhalten.

Alle sieben Jahre bildet  Saturn im Transit zu seiner Stellung im Geburtshoroskop einen herausfordernden Winkel. Das sind  Wachstumsphasen, Reifezeiten, Jahresringe, wie man es auch immer nennen möchte. Und mir kommt es so vor, als ob Saturn mir für die nächsten 7 Jahre Hausaufgaben aufgibt und nach 7 Jahren kontrolliert, ob und wie ich sie gemacht habe. Ist er zufrieden, scheint die Sonne am Gipfel, und ich darf die Aussicht genießen. War meine Ausführung nachlässig, unordentlich, fahrig, ja, dann kommt kurz vor dem Ziel ein Wettersturz und ich muss schnell den Rückweg antreten und auf mein Ziel, den Gipfel, erneut hinarbeiten.

Von vielen Menschen habe ich im Januar gehört, der Monat sei mehr als anstrengend gewesen, das Leben hätte sie in kurzer Zeit vor viele Prüfungen und Herausforderungen gestellt, das Körpergefühl ist schwer und irgendwie ist alles anstrengend und überhaupt gab es wenig Gründe zum Lachen. Natürlich, einiges ist subjektive Wahrnehmung.   Aber dass die Zeiten ernster erlebt werden, entspricht dem Saturnprinzip. Das Thema Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen und danach zu handeln, mit dem Hintergrund, dass in sieben Jahren die Hausaufgaben kontrolliert werden, lässt uns vielleicht doch achtsamer mit der Zeit und den eigenen Aufgaben umgehen. Entschleunigung ist angesagt und das kann Saturn sehr gut, er nimmt das Tempo raus und das kann doch auch ein Segen sein!

Ich möchte gerne Sonnenschein am Ende der Tour und so habe ich mir für dieses Jahr vorgenommen, Dinge, die ich beginne auch fertig zu machen. Zusagen zu halten, oder wenn ich es im Vorfeld merke, dass ich sie nicht halten kann, erst gar keine machen und nicht zurückrudern mit fadenscheinigen Ausreden. Das ist sehr viel für eine Zwillingssonne wie mich, die gerne auf mehreren Hochzeiten tanzt und schnell mit Worten dabei ist.  Mal sehen, was Saturn dazu meint. Denn wenn Innen so wie außen ist,  ist jeder von uns sein eigener Saturn.

Wer mehr über Saturn erfahren möchte, ist gerne zum Workshop „Saturn, der Herr der Ringe“ am 23.2. eingeladen…
…in 82294 Oberschweinbach (S3 Mammendorf), 10 km nördlich von FFB, Ramweg 5, von 11.00 Uhr bis 14.00 Uhr, € 35,00. (Anmeldung bitte über die Kontaktseite von @SG.)

Ich wünsche Euch allen die Kraft für  ein inneres Lächeln, auch wenn der Rucksack schwer ist. Tragt ihn und denkt an das Gefühl, wie wohltuend es ist, ihn am Gipfel  eine Zeit lang abzunehmen. Ganz herzlich, Eure Silvia

Ach ja, wie wird der Rest von 2014? Jeder ist Schöpfer in seinem Leben, von daher wird der Rest so, wie Du ihn haben möchtest!