Schlagwort-Archiv: Tai Ji Quan

Nachruf auf’s Ge4t und ein Vor-Ruf, ein Winken hin auf das Gefünf5t

Fenster_Gelbbraun5Eines von vielen, noch nicht erwähnten Ge4ten, sei hier und jetzt ergänzt, bevor das „Ge5t“ unaufhaltsam seinen Platz einnehmen wird. Erscheinen wird es in „Alles Mögliche…II, Brosamen“: es ist das Wortgeviert, das jeder im Alltag braucht, um einen guten, erfüllten Tag zu erleben. Ein Wechselspiel von Yin&Yang, sich polar anregend, um die Lebensenergie zu wecken, um im Fluß zu sein: immer geht es um ENTSPANNEN-WEITEN-LOSLASSEN-ÖFFNEN.
Entspannen und Loslassen sind eher passiv, also yin-haft, Weiten und Öffnen eher yangig aktiv; wenn wir uns bewegen – innerlich und äußerlich – mental, psychisch und leibhaftig, gilt es, dieses Wechselspiel geschehen zu lassen: „in das Weiten hinein entspannen und loslassen in das Öffnen“ (AWF).FensterB7

Eines fehlt dem Ge4t, um sich beispielsweise zu den 5 Wandlungsphasen gemäß der Chinesischen Weltanschaung zu mausern. Warum braucht es Not-wendend noch eines?
Erinnern wir uns an das Bayerische Ge4t: da bedarf es noch unabdingbar des genießerisch sich einverleibenden Essers. Ohne ihn  ist es nicht in der Welt bzw. im Magen; und beim Heideggerischen GeViert fehlt der unerwähnte  Denker, und im Tai Ji Quan, Qi Gong  und Integralen Zen der Praktizierende! (AWF)

Was ist wirklich gegeben?

Eine phänomenologisch-integral-zenige Hin-Sicht oder …
Die Unterscheidung der Ebenen des Gegebenen als „rückbindender“, also religiöser Akt. 

Die Zugehensweise auf die jedem auf seine Art erscheinende Welt geschieht durch die mehr oder eher weniger bewußt reflektierte „phänomenologische Einstellung„, in einem unendlich zu differenzierenden  Hinblick auf die konkreten Gegebenheiten. Griechenland 2004 042
Wir alle sind also „eingestellt“, Theorien umflort, Meinungs- durchsetzt, Vorurteils- geschwängert. Aber wir vermögen auch integral zu sein!Wenn ich, beispielsweise, mit meiner rechten Handfläche auf einen hölzernen Lattenrost  drücke, so spüre ich Bereiche in meiner Hand, die den Widerstand fühlbar vermitteln, und andere Zonen ,  die ins Leere drücken. Und, hier nicht näher ausgeführt, nehme ich auch meinen gesamten Körper wahr, wie er sich an dieser Bewegung funktional, auf seine Weise so „intelligent“ beteiligt. In diesem Erfahrungsmoment ist jedweder Gedanke, beispielsweise an die „linke und rechte Hirnhälfte“ und an „Nerven“, abstrakt, also vom „Konkreten“ abziehend und damit  auf einer  ganz anderen Ebene.

Alle Theorien, alle „aufbauenden“, in gewisser Weise höherliegenden Gegebenheiten, sind deshalb nicht etwa unwahr, sondern nur auf einer anderen Ebene gegeben.

Und dies muß unser Streben sein, stets anzugeben, auf welcher Ebene was, wie  gegeben ist! IMG_0464
Unterlassen wir dies, und geben uns nicht, zwar ganz unzeitgemäß  aber doch diesem aufwendigen Bemühen hin, enden wir in einem meist nicht einmal bemerkten Tohuwabohu. Eine phänomenologisch-integral-zenigliche Einstellung macht aber vorallem heiter und frei, weil wir von einer Warte schauen, die den Blick über die Wunder-vollen Mannigfaltigkeiten des Gegebenen allererst ermöglicht.
Und diese immer wieder neu zu eröffnende und einzuübende  Einstellung zeigt sich nicht zuletzt im Tai Ji Quan und in den Schiebenden Händen, dem allumfassenden Ausgleich von Yin&Yang und im Qi Gong, der universellen Kultivierung unserer Lebenserergie!
Immer wieder kehren wir auf den Flügeln unseres so weit aufgefächerten Geistes ein in die leibhaftige Gegenwart.  AWF

allein, zu zweit……….DAOdao

DAOdao. Das Üben und Praktizieren, von was auch immer – hier sei’s Tai Ji Quan, Qi Gong und Zen – darf nie Pflicht werden; vielmehr geschieht es stets aus freiem Willen mit dem erfahrenen Wissen, daß es in jeder Hinsicht gut tut, was aber nicht bedeutet, daß es nicht anstrengt!
Wir üben allein, zu zweit, in der Gruppe, in der Natur und  im DAO.

Allein üben heißt, doch nicht allein sein, da die größte  Lehrmeisterein stets anwesend ist: die Schwerkraft. Sie schenkt uns die kontinuierliche Erfahrung optimal im Lot zu sein zwischen Himmel und Erde und läßt uns, bestmöglichst aufgerichtet, sicher und vertrauensvoll verwurzeln.
Zu zweit üben – sei es eine Form, oder die Schiebenden Hände, oder die Kontaktform, oder freie Angriffs-und Verteidigungs-Bewegungen – weist mit seinem dialogischen Aspekt hin auf ein wunderbares Wechselspiel von Yin&Yang, von Aufnehmen&Abgeben und ist damit letztlich auch ein  wahrhaft „therapeutisches Unternehmen“. 
Übt man mit Vielen, also als Teil einer Gruppe, so lauten die Themen eher „konfuzianisch“, gesellschaftlich und sozial-politisch: Gleichklang und freiwilliges Zusammenschwingen entwickelt ein positives Wir-Gefühl.
In der Natur üben, sofern es sie, wie auch immer erlebt, noch gibt, bedeutet, draußen zu sein, unter freiem Himmel, zwischen Baum und Berg, auf dem Boden von „Mutter“ Erde. Hier, im Freien, finden wir allein, zu weit oder in der Gruppe vielleicht noch den originären Bezug zu dem, was wir „Natur“ nennen.
Im Zustand „DAOdao“ zu üben, bedeutet, egal wo – am weiten frischen Meer, in schönster, klarer Gebirgslandschaft oder in einem winzigen, dunklen Zimmer sich mit allem „daoistisch“ verbunden   zu fühlen.
Und wir tun es ja eigentlich bereits, ohne vielleicht zu wissen, daß wir es tun: in der lebendigen, alltäglichen Gegenwärtigkeit immer, ohn‘ Unterlaß, in aller Gelassenheit zu üben!
DAOdao sagt  AndereWorteFinden

Meister oder Manager ist doch keine Frage

Meister gibt es viele im Tai Ji Quan, Qi Gong und Zen, nicht nur chinesische, sondern auch westliche ; es gibt ordentlich ernannte Meister eines Handwerkes bis hin zum  Bürger-, oder dem mittlerweile „anglisierten Hausmeister“, der zum Manager auf- oder eher abstieg? Ob ein „Facility Manager“ die Anliegen eines Hauses noch meistert?  Meister im eigenen Hause sein bedeutet ja vorwiegend auch, den leiblichen, emotionalen und mentalen Haushalt immer wieder bewußt auszugleichen.

IMAG1740_1

Etwas meistern heißt, sich mit etwas beschäftigen, sich unablässig auseinandersetzen, um sich in der jeweiligen Sache selbst zu finden, immer wieder neu mit zenhaftem  Anfängergeist. Meister werden ist kein Streben nach einem Titel,  vielmehr eine kontinuierliche Entwicklung, ein lebenslanger, freudiger Weg.

Als Lehrmeister möchte man nicht etwas pejorativ „schulmeisterlich“ daherkommen, sondern hat als Lehrer sein Leben dem bestmöglichen Lehren gewidmet und lernt ohn‘ Unterlaß, selbst Schüler, von allen Schülern.
Und schöööööööön ist es, Liebes- und Spielmeister in den Künsten des Zen zu sein, vor allem, wenn sie experimentell daherkommen!
Und es gibt eine Qi Gong Übung mit dem Titel: Die Meisterübung.

Und überhaupt läuft doch letztanfänglich alles auf die Meisterung des Lebens hinaus, oder besser hinein ins alltägliche All-Eins-Sein.

Lehrsystem

In  einem System ist alles irgendwie aufeinander bezogen, alle Teile sind vernetzt,  jeder Teil ist mit dem Ganzen verbunden und das Ganze wirkt in jedem Teil.  Und in der Zeitdimension ist der Ursprung Gegenwart.

Im AWF-Lehrsystem sind TaiJiQuan, QiGong und die Experimentellen Zen Künste ineinander verwoben und aufeinander bezogen. Lässt man sich auf eines oder gar auf zwei, oder noch garer auf alle drei ein, so droht unausweichlich eine Veränderung des Lebens! Dies muß man wissen und wollen!

Will ich wirklich glücklich sein im „hier & jetzt“?