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Manchmal möchte ich aus meiner Haut

Manchmal möchte ich aus meiner Haut,
Gehörtes verstummen machen und
Gefühltes ausradieren.
Gleichgültiger ertragen,
wenn nicht Gleiches gültig.
Umschattet sein vom
gleißenden Licht des Gesehenen.

Manchmal möchte ich aus meiner Haut.
Nicht Stimmungen, die niemand kennt,
auf meinen zarten Saiten spielen lassen.
Nicht Löcher stopfen in den
Mauern, die um mich gebaut.
Nicht Bedeutungsloses sehen im
scheinbar Heiligen.
Nicht Gedanken haben,
die kein Mensch versteht.

Manchmal möchte ich aus meiner Haut,
um der Welt den weiten Weg zu zeigen,
den ich schon zu ihr gegangen.

Manchmal möchte ich aus meiner Haut…

Schöpferisch sein…

Jeder vermag es eigentlich, wahr zu nehmen und wahr zu geben. Keiner muß eine Ausbildung haben, vielmehr eine Hin- und Ein-Bildung und Freude daran, etwas zu schaffen, etwas aus sich herauszulassen, was das Eigene ausdrückt und bezeugt.
Achtsam sein, das heißt  JETZT sehr genau hinsehen, hinhören, riechen, schmecken und fühlen, und bewußt das Jetzt erleben in diesem konkreten HIER.IMAG1900
Und dann kann man da hineinsehen, um ganz anderes zu entdecken, was vorher sich verbarg; man vermag Ausschnitte zu  machen, hervorzuheben, hinzuweisen durch Reduktion, Vergrößerung, und auch Destruktion des Bisherigen. Das Ganze wird fragmentiert. Es wird in der Tat und ganz wirklich „beschnitten“ und es schafft ein ganz neues Bild.
IMAG1900_7Und es bringt viel Spaß zu spielen, zu experimentieren, kindhaft und leicht zu lernen. Und dieses achtsame, fröhlich-ernste Spielen mit der Veränderung, mit dem Wandel, öffnet einen Not-wendigen Raum, in dem sich das Schöpferische ereignen kann.
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In diesem Sinne: malt den Sternenhimmel neu, vertont die Wäschestücke auf der Leine und vor allem, wenn sie am Boden liegen, legt Hand an Tücher und Decken, Teller und Gabeln und schaut die Landschaften des Geistes.
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Der schöpferische Augenblick … für Lehrende

Wir gestalten schöpferisch unser ganzes Leben. Konkret zeigt es sich jedoch von Augenblick zu Lidschlag.
Wer lehrt, gestaltet die Stunde, den Nach- oder Vormittag, das Wochenende, das Semester, das Jahr, letztendlich die  ganze Lebenszeit. 
Die Freude beim Vermitteln von Kostbarem zeigt sich in den Gesichtern, spurt in den Mienen, lacht sich aus Mündern und gipfelt in einem Ausdruck von allmählichem Verstehen.
Und immer ist es der Lehrende auch, der nicht zuletzt vor allem ein Leerer, der ganz egoistisch sich selbst genügt, aber dennoch untrennbar mit allen Beteiligten verschmilzt zu einer Einheit des gemeinsamen Weges.
TaiJi, Qi Gong und Zen, experimentell und schöpferisch von Lidschlag  zu Augenblick.

AWF